Kölner Stadt-Anzeiger vom 14.12.2016:

STRATEGIE Bürgermeister Ulrich Stücker will eigene Ideen für die Trasse diskutieren

Wiehl. Bürgermeister Ulrich Stücker hat in seiner Rede zum Haushaltsplan 2017 seine Strategie für den Umgang mit der lange umstrittenen Wiehltalbahnstrecke skizziert. Demnach sieht er eine "enorme stadtentwicklungspolitische Bedeutung dieser Eisenbahninfrastruktur".

Die Trasse befinde sich im Eigentum der Stadt und verbinde die Ortsteile Weiershagen, Bielstein, Wiehl-Zentrum und Oberwiehl. "Aufgrund der von uns zu akzeptierenden einschlägigen Rechtssprechung ist vom langfristigen Erhalt dieser Bahntrasse auszugehen", sagte Stücker im Stadtrat. "Dies mag der ein oder andere zwar bedauern, mehr gilt es jedoch die Chancen zu sehen, die mit diesem Trassenverlauf verbunden sein können." Der Bürgermeister bekräftige damit die neue Haltung der Stadt, die eine Abkehr von der Konfrontation früherer Jahre darstellt. Stücker denkt an eine Nutzung, die über gelegentliche Touristenfahrten hinausgeht, wie sie Förderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn und Rhein-Sieg-Eisenbahn derzeit anbieten. Konkreter wurde er nicht: "Es gebietet der Respekt gegenüber den Gesprächspartner bei der Bahn, vorliegende städtische Ideen und Gedankenansätze zunächst mit ihnen zu erörtern."

Stücker will Rhein-Sieg-Eisenbahn und Förderkreis zu Gesprächen einladen, die von der NRW-Bahnflächengesellschaft moderiert werden sollen. In diesem Rahmen soll das "enorme Potential für die Stadt" und mögliche Nutzungen erörtert werden.

Dies mag der ein oder andere zwar bedauern, mehr gilt es jedoch die Chancen zu sehen, die mit diesem Trassenverlauf verbunden sein können.

VON REINER THIES

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger – Oberberg vom 14.12.2016